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		<title><![CDATA[Beyond the Horizon - CrescentProwler Archiv]]></title>
		<link>https://beyond.stories-untold.de/</link>
		<description><![CDATA[Beyond the Horizon - https://beyond.stories-untold.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 06:03:42 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[some souls just understand each other upon meeting]]></title>
			<link>https://beyond.stories-untold.de/showthread.php?tid=6</link>
			<pubDate>Mon, 19 Dec 2022 10:10:43 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://beyond.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=1">Neiva Basheer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://beyond.stories-untold.de/showthread.php?tid=6</guid>
			<description><![CDATA[<i> ‘Pluto.’</i> Kades Stimme erklang in ihrem Verstand glockenklar, als hätte er die gesamte Zeit schon neben ihr gestanden und bereits im nächsten Moment stand er nicht mehr im Waldgebiet im Grenzbereich zwischen den Territorien der Leoparden und Bären, sondern neben ihr. Auf einem der höchsten und unzugänglichsten Bergspitzen im Territorium der Wölfe. Sie wusste, dass sie nicht hier sein durften, weil sie keinen Vertrag mit den Wölfen hatten, der ihnen freies Geleit gewährt hätte. Doch der Ausblick von diesem Punkt aus war unbeschreiblich und sprach etwas in ihrem Inneren an, das sie erschütterte. Ohne wirklich zu wissen, was es war. <br />
<br />
Der Blick ihrer goldenen Augen fiel auf Kade. Der Mann stand - scheinbar wie immer - vor ihr, doch mit nur einem Blick konnte sie erkennen, dass etwas in ihm vorging. Etwas, das sie nicht greifen konnte. <br />
<b> “Ist alles in Ordnung?”</b>, erklang ihre Stimme. Leicht tonlos, als würde sie nicht sonderlich oft sprechen. Was auch der Fall war. Neiva sprach nur dann, wenn es zwingend nötig war und meist nur, wenn ihr die Möglichkeit der telepathischen Kommunikation nicht als Mittel zur Verfügung stand. Doch in den letzten Minuten hatte sich etwas verschoben und sie hatte gespürt, dass die Schilde um ihren Verstand fester geworden waren. Beinahe so, als bestünde eine Gefahr, vor der Kade sie instinktiv schützen wollte. Noch vor zwanzig Jahren wäre eine solche Nachfrage ein Zeichen von Schwäche und einem schwerwiegenden Defekt gewesen, doch sie sprach es der engen Zusammenarbeit mit den Empathen der Garde zu, dass sie mittlerweile kleine Feinheiten im Verhalten anderer deuten konnte. <br />
Sie war nicht wirklich gut darin und ihre Menschenkenntnis hielt sich in Grenzen, doch für gewöhnlich blieb sie auch im Hintergrund und war nur in den seltensten Fällen dazu genötigt, mit anderen zu sprechen oder Kontakt zu ihnen zu halten. Aber Kade war ihr Freund seit frühester Kindheit. Auch wenn es irgendwie falsch war, ihn einen Freund zu nennen. Es gab keine passende Beschreibung dafür, was Kade für sie war. Er war mehr als Freunde, Familie und Seelenverwandte jemals füreinander sein konnten. Er war der Grund, wieso sie noch am Leben war. <br />
<br />
Jeden Moment seines Lebens entschied er sich immer wieder neu dafür, die Schilde, die er für ihren Geist angelegt hatte, aufrechtzuerhalten. Nachdem ihre eigenen Schilde schon im frühen Kindesalter zerstört worden waren, hätte sie schon damals sterben müssen, weil der Druck des Medialnets ihr Gehirn beinahe zerquetscht hätte. Doch Kade hatte bereits als Junge beschlossen, dass sie wichtig für ihn war und ihren Geist in seine Schilde aufgenommen. Hatte sie geschützt. Selbst wenn Ming ihn bestraft hatte… Er war nicht nur einfach ein Freund, deswegen würde sie ihn niemals so bezeichnen, weil es eine bodenlose Herabstufung seines Werts in ihrem Leben gewesen wäre. Und wahrscheinlich war sie auch aus genau diesem Grund derart fein auf ihn abgestimmt, immerhin lebten sie schon über zwei Jahrzehnte hinter den gleichen Schilden und nie zuvor war es vorgekommen, dass er sie ausgeschlossen hatte.<br />
Neiva vertraute ihrem Kommandanten zu tief und blind, als das sie Hinterlist oder Grund zum Hinterfragen gesehen hätte. Doch sie machte sich … Sorgen, ja, das war der richtige Begriff. Sie machte sich Sorgen. Um Kade. Darum, dass er Dinge alleine schulterte, die er nicht alleine ertragen musste.<br />
<br />
<b> “Wird es Probleme mit den Bären geben?”</b>, konkretisierte sie ihren Gedankengang. Kade war vor Ort geblieben, hatte sie wie immer in Deckung belassen, damit sie zurückblieb. Für den Fall, dass er schnell teleportiert werden musste oder jemand aus dem Team sie brauchte. Sie kannte dieses Vorgehen bereits, es war ihr sogar in Fleisch und Blut übergegangen. Doch dieses Mal war es anders. <br />
<br />
Der eisige Wind riss an ihren Uniformen und stach überall, wo ihre Haut nicht mit dem speziell imprägnierten Stoff bedeckt war, der Hitze, Kälte genauso gut abhielt wie Feuchtigkeit und Stichwaffen… Doch Neiva genoss es, hier oben zu stehen und den dunkler werdenden Himmel zu beobachten. Bald würden die Sterne bereits in all ihrer Pracht leuchten, doch ob sie dann noch hier oben stehen würde, war unklar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<i> ‘Pluto.’</i> Kades Stimme erklang in ihrem Verstand glockenklar, als hätte er die gesamte Zeit schon neben ihr gestanden und bereits im nächsten Moment stand er nicht mehr im Waldgebiet im Grenzbereich zwischen den Territorien der Leoparden und Bären, sondern neben ihr. Auf einem der höchsten und unzugänglichsten Bergspitzen im Territorium der Wölfe. Sie wusste, dass sie nicht hier sein durften, weil sie keinen Vertrag mit den Wölfen hatten, der ihnen freies Geleit gewährt hätte. Doch der Ausblick von diesem Punkt aus war unbeschreiblich und sprach etwas in ihrem Inneren an, das sie erschütterte. Ohne wirklich zu wissen, was es war. <br />
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Der Blick ihrer goldenen Augen fiel auf Kade. Der Mann stand - scheinbar wie immer - vor ihr, doch mit nur einem Blick konnte sie erkennen, dass etwas in ihm vorging. Etwas, das sie nicht greifen konnte. <br />
<b> “Ist alles in Ordnung?”</b>, erklang ihre Stimme. Leicht tonlos, als würde sie nicht sonderlich oft sprechen. Was auch der Fall war. Neiva sprach nur dann, wenn es zwingend nötig war und meist nur, wenn ihr die Möglichkeit der telepathischen Kommunikation nicht als Mittel zur Verfügung stand. Doch in den letzten Minuten hatte sich etwas verschoben und sie hatte gespürt, dass die Schilde um ihren Verstand fester geworden waren. Beinahe so, als bestünde eine Gefahr, vor der Kade sie instinktiv schützen wollte. Noch vor zwanzig Jahren wäre eine solche Nachfrage ein Zeichen von Schwäche und einem schwerwiegenden Defekt gewesen, doch sie sprach es der engen Zusammenarbeit mit den Empathen der Garde zu, dass sie mittlerweile kleine Feinheiten im Verhalten anderer deuten konnte. <br />
Sie war nicht wirklich gut darin und ihre Menschenkenntnis hielt sich in Grenzen, doch für gewöhnlich blieb sie auch im Hintergrund und war nur in den seltensten Fällen dazu genötigt, mit anderen zu sprechen oder Kontakt zu ihnen zu halten. Aber Kade war ihr Freund seit frühester Kindheit. Auch wenn es irgendwie falsch war, ihn einen Freund zu nennen. Es gab keine passende Beschreibung dafür, was Kade für sie war. Er war mehr als Freunde, Familie und Seelenverwandte jemals füreinander sein konnten. Er war der Grund, wieso sie noch am Leben war. <br />
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Jeden Moment seines Lebens entschied er sich immer wieder neu dafür, die Schilde, die er für ihren Geist angelegt hatte, aufrechtzuerhalten. Nachdem ihre eigenen Schilde schon im frühen Kindesalter zerstört worden waren, hätte sie schon damals sterben müssen, weil der Druck des Medialnets ihr Gehirn beinahe zerquetscht hätte. Doch Kade hatte bereits als Junge beschlossen, dass sie wichtig für ihn war und ihren Geist in seine Schilde aufgenommen. Hatte sie geschützt. Selbst wenn Ming ihn bestraft hatte… Er war nicht nur einfach ein Freund, deswegen würde sie ihn niemals so bezeichnen, weil es eine bodenlose Herabstufung seines Werts in ihrem Leben gewesen wäre. Und wahrscheinlich war sie auch aus genau diesem Grund derart fein auf ihn abgestimmt, immerhin lebten sie schon über zwei Jahrzehnte hinter den gleichen Schilden und nie zuvor war es vorgekommen, dass er sie ausgeschlossen hatte.<br />
Neiva vertraute ihrem Kommandanten zu tief und blind, als das sie Hinterlist oder Grund zum Hinterfragen gesehen hätte. Doch sie machte sich … Sorgen, ja, das war der richtige Begriff. Sie machte sich Sorgen. Um Kade. Darum, dass er Dinge alleine schulterte, die er nicht alleine ertragen musste.<br />
<br />
<b> “Wird es Probleme mit den Bären geben?”</b>, konkretisierte sie ihren Gedankengang. Kade war vor Ort geblieben, hatte sie wie immer in Deckung belassen, damit sie zurückblieb. Für den Fall, dass er schnell teleportiert werden musste oder jemand aus dem Team sie brauchte. Sie kannte dieses Vorgehen bereits, es war ihr sogar in Fleisch und Blut übergegangen. Doch dieses Mal war es anders. <br />
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Der eisige Wind riss an ihren Uniformen und stach überall, wo ihre Haut nicht mit dem speziell imprägnierten Stoff bedeckt war, der Hitze, Kälte genauso gut abhielt wie Feuchtigkeit und Stichwaffen… Doch Neiva genoss es, hier oben zu stehen und den dunkler werdenden Himmel zu beobachten. Bald würden die Sterne bereits in all ihrer Pracht leuchten, doch ob sie dann noch hier oben stehen würde, war unklar.]]></content:encoded>
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