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		<title><![CDATA[Beyond the Horizon - restliches Territorium]]></title>
		<link>https://beyond.stories-untold.de/</link>
		<description><![CDATA[Beyond the Horizon - https://beyond.stories-untold.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 05:02:00 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[in der Stille der Nacht]]></title>
			<link>https://beyond.stories-untold.de/showthread.php?tid=38</link>
			<pubDate>Fri, 17 Mar 2023 07:00:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://beyond.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=27">Whaira Maelström</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Während sie durch den Knöchelhohen Schnee ging, betrachtete Whaira das Land und lauschte den Geheimnissen der Dunkelheit, die sie umgab. Sie befand sich ein gutes Stück außerhalb des Dorfes, doch sie hatte es nicht mehr in der stickigen und überfüllten Trinkhalle ausgehalten, in der ihre Begleiter mit den Bewohnern des Dorfes feierten, Lieder sangen und sich Geschichten erzählten. <br />
Der Halt war eine gute Entscheidung gewesen und während sie Land und Leute beobachtet hatte, hatten ihre Begleiter sich mit den Menschen zusammengesetzt und mit ihnen gesprochen. Über die Missstände, die derzeit in ganz Glacia herrschten. Die Aristokraten, die sich als wichtiger als das einfache Volk nahmen. Die Unzufriedenheit war groß, doch die wenigsten wagten es, sich gegen die Adeligen aufzulehnen, die nur einen geringen Teil der Bevölkerung ausmachten, jedoch den größten Teil der Macht innehielten. <br />
Den gesamten Tag hatte sie sich die Berichte ihrer Begleiter angehört, die der Stimmung innerhalb des Dorfes nachgefühlt hatten und vor einigen Stunden dann, hatte sie eine Ansprache gehalten. Über die Zukunft gesprochen, die sie für Glacia geplant hatte. Vereint unter einem Banner, gemeinsam mit den Stämmen und Clans des eisigen Territoriums, in das sie hineingeboren worden war. Ihre vollständige Kraft hatte sie auch hier niemandem gezeigt, es war eine Vorsichtsmaßnahme. In den letzten Generationen hatten zahlreiche Stammesköniginnen versucht die Macht an sich zu reißen, doch keine von ihnen war stark genug gewesen, um den Aristokraten gefährlich zu werden. Aus diesem Grund hatte sie sich auch dagegen entschieden einen frontalen Angriff zu starten. Es hätte zu viel Zerstörung und Tod gebracht. Zu viel Leid. Etwas, das sie um jeden Preis verhindern wollte, denn ihr Volk, ihre Leute, hatten schon genug gelitten.<br />
<br />
Doch sie hatte es nicht mehr ausgehalten in dem stickigen Raum. All die Erwartung und Zuversicht in den Blicken zu spüren, die auf ihr lagen. Die vorsichtige Hoffnung, dass es endlich besser werden konnte. Das es endlich jemanden gab, denen sie nicht gleichgültig waren. Sie hatte diese Zeit der Einsamkeit gebraucht und wer sollte ihr schon gefährlich werden? <i>Ihr!</i> Es gab niemanden. Niemanden, der an ihre Stärke heranreichte. Nicht innerhalb des Territoriums und sie war viel zu weit von den Grenzen entfernt. <br />
Also ließ sie sich von ihrem Gefühl leiten. Von ihren Gedanken. Und während sie die schneeumwobene Landschaft betrachtete, machte sie einen leichten Schritt zur Seite, hinein in eine andere, nebelgefüllte Landschaft, wo ein Faden ihren Weg bestimmte. Ein Faden, der sie immer weiterführte. Ein wichtiger Faden. Einer, der ihr Schicksal mit formen würde, wenn sie es zuließ. Ein Faden, den sie zu einem mächtigen Konstrukt weben konnte. Gemeinsam mit anderen Fäden, die sie bereits gefunden hatte. Fäden, die ihren ersten Kreis bilden würden, wenn sie dazu bereit war, die Macht an sich zu reißen. Noch war sie das nicht, denn nicht alle Fäden befanden sich in ihrem Besitz und wenn sie es ohne die Gesamtheit aller versuchte, würde sie scheitern. Also musste sie warten. Durch das Land reisen und die Fäden sammeln, die ihren Erfolg bestimmen würden. <br />
<br />
Der Sog wurde stärker, brachte sie an ein Waldstück heran, welches sie in der Nebellandschaft jedoch nicht als solches erkannte. Sie konnte nur den silbrig schimmernden Faden sehen, der sie weiterführte. Und weiter. Und Weiter. Immer weiter. Irgendwann, würde sie ihn finden. Den Mann, der am Ende dieses Fadens auf sie wartete. Die Frauen waren golden. Deswegen konnte sie mit absoluter Sicherheit sagen, dass am anderen Ende ein Mann auf sie warten würde. Doch sie wusste nicht mehr. Nicht welchem Clan er entstammte, nicht ob er sich außerhalb seiner Aufgabe mit den anderen verstehen würde … ob er zu ihr gehörte. All das waren Dinge, die sie nicht sehen konnte. Doch das musste sie auch nicht. Als Königin war es ihre Aufgabe für Land und Leute zu sorgen, wenn die Dunkelheit ihr dafür Werkzeug schickte, würde sie dieses mit gutem Gewissen einsetzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Während sie durch den Knöchelhohen Schnee ging, betrachtete Whaira das Land und lauschte den Geheimnissen der Dunkelheit, die sie umgab. Sie befand sich ein gutes Stück außerhalb des Dorfes, doch sie hatte es nicht mehr in der stickigen und überfüllten Trinkhalle ausgehalten, in der ihre Begleiter mit den Bewohnern des Dorfes feierten, Lieder sangen und sich Geschichten erzählten. <br />
Der Halt war eine gute Entscheidung gewesen und während sie Land und Leute beobachtet hatte, hatten ihre Begleiter sich mit den Menschen zusammengesetzt und mit ihnen gesprochen. Über die Missstände, die derzeit in ganz Glacia herrschten. Die Aristokraten, die sich als wichtiger als das einfache Volk nahmen. Die Unzufriedenheit war groß, doch die wenigsten wagten es, sich gegen die Adeligen aufzulehnen, die nur einen geringen Teil der Bevölkerung ausmachten, jedoch den größten Teil der Macht innehielten. <br />
Den gesamten Tag hatte sie sich die Berichte ihrer Begleiter angehört, die der Stimmung innerhalb des Dorfes nachgefühlt hatten und vor einigen Stunden dann, hatte sie eine Ansprache gehalten. Über die Zukunft gesprochen, die sie für Glacia geplant hatte. Vereint unter einem Banner, gemeinsam mit den Stämmen und Clans des eisigen Territoriums, in das sie hineingeboren worden war. Ihre vollständige Kraft hatte sie auch hier niemandem gezeigt, es war eine Vorsichtsmaßnahme. In den letzten Generationen hatten zahlreiche Stammesköniginnen versucht die Macht an sich zu reißen, doch keine von ihnen war stark genug gewesen, um den Aristokraten gefährlich zu werden. Aus diesem Grund hatte sie sich auch dagegen entschieden einen frontalen Angriff zu starten. Es hätte zu viel Zerstörung und Tod gebracht. Zu viel Leid. Etwas, das sie um jeden Preis verhindern wollte, denn ihr Volk, ihre Leute, hatten schon genug gelitten.<br />
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Doch sie hatte es nicht mehr ausgehalten in dem stickigen Raum. All die Erwartung und Zuversicht in den Blicken zu spüren, die auf ihr lagen. Die vorsichtige Hoffnung, dass es endlich besser werden konnte. Das es endlich jemanden gab, denen sie nicht gleichgültig waren. Sie hatte diese Zeit der Einsamkeit gebraucht und wer sollte ihr schon gefährlich werden? <i>Ihr!</i> Es gab niemanden. Niemanden, der an ihre Stärke heranreichte. Nicht innerhalb des Territoriums und sie war viel zu weit von den Grenzen entfernt. <br />
Also ließ sie sich von ihrem Gefühl leiten. Von ihren Gedanken. Und während sie die schneeumwobene Landschaft betrachtete, machte sie einen leichten Schritt zur Seite, hinein in eine andere, nebelgefüllte Landschaft, wo ein Faden ihren Weg bestimmte. Ein Faden, der sie immer weiterführte. Ein wichtiger Faden. Einer, der ihr Schicksal mit formen würde, wenn sie es zuließ. Ein Faden, den sie zu einem mächtigen Konstrukt weben konnte. Gemeinsam mit anderen Fäden, die sie bereits gefunden hatte. Fäden, die ihren ersten Kreis bilden würden, wenn sie dazu bereit war, die Macht an sich zu reißen. Noch war sie das nicht, denn nicht alle Fäden befanden sich in ihrem Besitz und wenn sie es ohne die Gesamtheit aller versuchte, würde sie scheitern. Also musste sie warten. Durch das Land reisen und die Fäden sammeln, die ihren Erfolg bestimmen würden. <br />
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Der Sog wurde stärker, brachte sie an ein Waldstück heran, welches sie in der Nebellandschaft jedoch nicht als solches erkannte. Sie konnte nur den silbrig schimmernden Faden sehen, der sie weiterführte. Und weiter. Und Weiter. Immer weiter. Irgendwann, würde sie ihn finden. Den Mann, der am Ende dieses Fadens auf sie wartete. Die Frauen waren golden. Deswegen konnte sie mit absoluter Sicherheit sagen, dass am anderen Ende ein Mann auf sie warten würde. Doch sie wusste nicht mehr. Nicht welchem Clan er entstammte, nicht ob er sich außerhalb seiner Aufgabe mit den anderen verstehen würde … ob er zu ihr gehörte. All das waren Dinge, die sie nicht sehen konnte. Doch das musste sie auch nicht. Als Königin war es ihre Aufgabe für Land und Leute zu sorgen, wenn die Dunkelheit ihr dafür Werkzeug schickte, würde sie dieses mit gutem Gewissen einsetzen.]]></content:encoded>
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